Das Brachland-Ensemble freut sich über die Kooperation mit alterNation!

Im Rahmen unserer neuen Theaterproduktion “Revolution: Alles wird gut!” stellen wir hier unsere Rechercheergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung. In den nächsten Wochen und Monaten werde Reiseberichte, Interviewausschnitte, recherchierte Online-Berichte und Links folgen. | In the context of our new theater production „Revolution: everything will be fine“ we provide our research findings to the public. In the next weeks and months we will upload several travel reports, interview extracts, researched online-reports and links to follow.

Alles wird gut! | Everything will be fine.

Gunnar Seidel & Dominik Breuer
(Künstlerische Leitung des Brachland-Ensembles) | (Artistic direction of Brachland-Ensemble)

www.brachland-ensemble.de


revolution – alles wird gut (everything will be fine)

Aufführungen (Show and Tour dates)

Theater Aachen – Kammer
10.11.2017 (Premiere)
02.11. (Kostprobe – Eintritt frei)
17. / 25.11.2017
06. / 12. / 22.12.2017
06. / 13. / 19.01. // 03.02.2018

Tafelhalle Nürnberg
22. / 23. / 24.03.2018
26. / 27.04.2018

Kulturhaus Dock 4 Kassel
10. / 11.02.2018

Weitere Termine am Theater Aachen, in NRW und darüber hinaus unter:
www.brachland-ensemble.de | Further information at Aachen city theatre, in NRW and more, follow www.brachland-ensemble.de

Das Projekt wird ideel unterstützt mit einem »Letter of Support« der UNESCO. Online-Archiv in Kooperation mit www.alternation.info | The project has received a „letter of support“ and is supported by the UNESCO. Online archive available in cooperation with www.alternation.info

Konzept und Regie Dominik Breuer, Gunnar Seidel | Ausstattung Franziska Isensee | Dramaturgie Maria Isabel Hagen, Inge Zeppenfeld | Mit Sophie Bartels, Anika Pinter, Katja Zinsmeister, Ali Can, Simon Rußig | Videoanimationen Felix Kramer | Disposition Morgane de Toeuf | Company Management Annemarie Schorcht | sowie die Abteilungen und Gewerke des Theaters Aachen und der Tafelhalle Nürnberg


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Über das Stück (about the play)

Eine internationale Stückentwicklung über mediale Schwarzmalerei und angewandten Optimismus.
Uraufführung: 10. NOVEMBER 2017, Theater Aachen. | An international play-development about medial pessimism and practical optimism. PREMIERE 10 Nov 2017.

Eine Kooperation mit dem Theater Aachen, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und mit der Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnber. Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt Kassel und durch Zuschüsse der Stadt Nürnberg. | Researched and staged by the Brachland-Ensemble Nürnberg/Brussels in cooperation with the National Office of Political Education NRW, the theater of Aachen and Tafelhalle Nürnberg.


»Es ist eine kalte, nüchterne Tatsache, dass die Welt ein besserer Ort wird. Es ist leicht, sich zynisch zur Welt zu stellen und zu behaupten, dass nichts besser werde. Glücklicherweise sagt die empirische Forschung das Gegenteil. Die Welt ist viel formbarer, als du denkst: Und sie wartet nur darauf, dass du sie in die richtige Form hämmerst.« | „It is a cold, sober fact, that the world is becoming a better place. It is easy to be cynical and to assend, nothing is getting better. Fortunately empiric research proves them wrong. The world is much more moldable than you think: And the world is waiting for you, hammering it into the right form.“

– “Max Roser, Universität Oxford

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Weltverbesserer gesucht! (wanted: change makers!)

Wir suchen Menschen und Projekte, die auf ihre Weise im Großen wie im Kleinen die Welt ein Stück besser machen. | We’re looking for inspiring people!

Sie sind so ein Mensch, oder kennen jemanden, der aufgrund einer Idee, eines Projekts oder einfach nur aufgrund seiner Persönlichkeit die Welt verbessert? | You know someone who is trying to make the world a better place? Are you trying that yourself? That’s what we are looking for! We want dedicated people to tell us their story and become eventually part of our show “Revolution: Everything Will Be Fine”!

Schreiben Sie uns an info (at) brachland-ensemble.de | Thank you for you help and research! Email to: info (at) brachland-ensemble.de!


alles wird gut! (everything will be fine!)

Eine gewagte These angesichts der aktuellen Weltlage? Das Brachland-Ensemble will sie mit Fakten sowie psychologischen Spielen im öffentlichen Raum untermauern und sich in einer weltweiten Recherche auf die Suche nach Visionären und Vorbildern begeben. Im Rahmen einer dokumentarischen und poesievollen Inszenierung werden diese teils live auf die Bühne geschaltet. | A daring thesis in view of the current world situation? The Brachland- Ensemble (Brachland: fallow [land]) will substantiate it with facts and also by psychological plays in the public sphere. In a world-wide research we will look for visionaries and role models. In the context of a documentary and poetic created production we will bring them on stage – live.

Gemeinsam mit dem Publikum werden wir der Frage nachgehen, wie eine friedliche, nachhaltige und weltweite Revolution möglich ist. Vieles, was uns selbstverständlich erscheint, war für unsere Großeltern eine ferne Utopie. Deutsche, die jetzt ins Rentenalter kommen, gehören zur ersten Generation, die Frieden, Freiheit und Wohlstand als Dauerzustand kennen lernten. Dennoch bleiben wir scheinbar in die Apokalypse verliebt. Auf den Titelblättern war es immer fünf vor zwölf. »Bad news are good news«. Untersuchungen deuten darauf hin, dass es in der Welt der Nachrichten zunehmend zu einer »Verdunklung des publizistischen Ereignishorizontes« gekommen ist. | Together with the audience we will follow to the question, how a peaceful, lasting and world-wide revolution is possible. What is taken for granted today, was a far utopia for our grandparents. Most europeans, who are in their retirement age today, belong to the first generation that experienced peace, liberty and prosperity as a permanent condition. Nevertheless we apparently remain in love with the Apocalypse. On the front pages of the past decades the clock always showed 5 to 12. Bad news are good news. Studies indicate that it came to an increasing „collusion of the journalistic event horizon“ in the world of news.

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Soziale Medien tragen zur Entstehung regelrechter Alarm-Tsunamis bei. Kurz danach jedoch bricht die Empörungswelle, Vergessen setzt ein. Was bleibt, ist ein Gefühl der Unsicherheit und dass alles irgendwie schlimmer wird. Aber was, wenn das Panoramafenster, durch das ich zu schauen glaube, ein Schlüsselloch ist zu einer Welt, die viel besser ist, als das, was wir in den Medien sehen? | Social media contribute to the emergence of downright „alarm-tsunamis“. Soon afterwards the wave of outrage breaks, people start to forget. What remains is a feeling of uncertainty and that somehow everything becomes even worse. But what if the panorama window to the world that we can see through, is just a keyhole to a world which is much better as we might know?

Fakt 1: Die Welt war noch nie so friedlich wie heute. (Institutes for Economics and Peace, 2017) | Fact 1: The world has never been as peaceful as today (Institutes for Economics and Peace, 2017)
Fakt 2: Unsere verzerrte Wahrnehmung versperrt die Sicht auf Fakt 1. (Julia Shaw, „Das trügerische Gedächtnis“) | Fact 2: Our distorted perception blocks the view on Fact 1. (Julia Shaw, “The Deceitful Memory”)

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Das Brachland-Ensemble setzt hier an und stellt die These auf, dass die Menschheit gerade erst beginnt, die richtigen Werkzeuge zu entwickeln, um die Informationsflut zu filtern. Und dass wir uns bereits in einer „stetigen Revolution“ befinden: der Evolution. Das Revolutionäre an der Idee der gesellschaftlichen Evolution ist in unseren Augen, dass sie auf den klassischen, gewalttätigen Umbruch verzichten kann: Die nächsten Schritte zu einer friedlichen Gesellschaft müssten folglich ein adäquater Umgang mit Informationen sein, die Bewusstwerdung der eigenen Möglichkeiten sowie der Austausch darüber, wie diese gemeinsam zu nutzen sind. | The Brachland-Ensemble sets up the thesis that mankind is just beginning to develop the correct tools for filtering the flood of daily informations. And that we are already in „constant revolution“: the evolution. Revolutionary about the idea of the social evolution is that it can refrain classical violent, radical change. Therefore the next steps to a world-wide peaceful society would have to be: adequate handling of information, the self-awareness of one‘s own potential as well as the exchange of knowledge to handle this potential.

Dazu bedarf es Empathie, Neugierde, Vernetzung sowie Dialogbereitschaft und Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Diese Art von Antrieb unterscheidet sich maßgeblich von jener Energie, die sich in wütenden Protestbewegungen manifestiert. Für komplexe gesellschaftliche Probleme sind radikale Ideen zu einseitig. Die friedliche Revolution ist offen,  dialogbereit, ansteckend in ihrer Begeisterungsfähigkeit. Und ihr Potenzial steckt in jedem von uns. Wir machen uns auf die Suche nach Menschen, die ihr eigenes Potential bereits entfaltet haben und als inspirierende Beispiele dienen können. Auch bei jenen, mit denen ein gesellschaftlicher Dialog schwierig erscheint. Und an Orten wo es keine Hoffnung geben dürfte. | In addition it requires empathie, curiosity, cross-linking as well as dialogue readiness and possibilities for codesigning. This kind of drive differs significantly from the energy, that manifests itself in furious protest movements. Complex social problems can not be solved by too one-sided radical ideas. The peaceful revolution is open, dialogue ready, contagious and inspiring. And its potential is in everyone of us. We will go on a research for people, who already unfolded their potential and serve as inspiring role models. But we will also search for dialogue with those who have doubts in today´s society. And we will visit those places where hope might not exist.

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( Quelle: https://brachland-ensemble.de/en/projects/revolution.html | Source: https://brachland-ensemble.de/en/projects/revolution.html )